Kann ich Magellan auch unter Linux installieren?

Die Antwort ist ein klares Jein 😊

Etwas ausführlicher: 

Magellan teilt sich technologisch in zwei Komponenten auf:

  • Der Magellan-Client, eine Windows-Anwendung, der auf jedem Arbeitsplatzrechner installiert wird.
  • Der Magellan-Server, eine Firebird-Datenbank, die zentral in Ihrem Netzwerk installiert wird.

Während der Magellan-Client zwingend Windows voraussetzt, ist Firebird ein relationales Datenbanksystem, das sowohl unter Windows als auch unter Linux lauffähig ist. Firebird kann also problemlos unter Linux installiert werden.

Warum aber sollte ich Firebird unter Linux installieren? 

Mögliche Gründe sind:

  • Linux ist bereits im Einsatz. Ein neuer Linux-Server ist in der Regel einfacher aufzusetzen als ein Windows-Server. 
  • Linux verbraucht in der Regel weniger Ressourcen, kommt also mit weniger RAM etc. aus. Gerade bei älterer Hardware kann dies ein enormer Vorteil sein.
  • Die Lizenzkosten für einen Windows-Server sind auch nicht zu unterschätzen.

Was gibt es bei einer Installation von Firebird unter Linux zu beachten?

Zunächst ein wichtiger Hinweis: Wir als STÜBER SYSTEMS geben keinen offiziellen Support für Linux. Das liegt schlichtweg daran, dass es nicht das EINE Linux sondern viele unterschiedliche Server-Distributionen (z.B. Ubuntu, Debian, etc.) gibt. Aber: Wir tun unser Bestes, Sie bei einer Einrichtung unter Linux zu unterstützen. Wir wollen nur nicht darauf festgenagelt werden.

Die Einrichtung von Firebird unter Linux ist nicht schwer. Der folgende Blog-Artikel Firebird 4 unter Ubuntu-Server erklärt Installation und Konfiguration für die Linux-Distribution Ubuntu. Für andere Linux-Distributionen ist die Vorgehensweise in der Regel ganz ähnlich.

Neben Firebird gibt es noch einen weiteren Aspekt zu beachten: Es müssen zusätzlich zu Firebird zentrale Ordner für Dokumente, Vorlagen, Skripte etc. angelegt werden. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten, z.B.:

  • Zentrale Ordner werden auf einem separaten Windows-Server angelegt und im Netzwerk freigegeben. Eine gute Idee, allerdings wird hierfür ein zweiter Windows-Server benötigt. Ist bereits ein Windows-basierter Dateiserver im Einsatz, ist das die beste Option, da die Ordner sich nahtlos in die Windows-Domäne integrieren.

  • Zentrale Ordner werden auf einem bereits vorhandenen Network Attached Storage (NAS) angelegt und im Netzwerk freigegeben. Ebenfalls eine sehr gute Idee, solange sich dieses NAS nahtlos in die Windows-Domäne integriert.

  • Zentrale Ordner werden auf dem Firebird-Linux-Server selbst angelegt und im Netzwerk freigegeben. Auch nicht verkehrt, aber aufwendiger zu konfigurieren. In diesem Fall müsste der Linux-Server z.B. via Samba der Windows-Domäne beitreten, um anschließend die Ordner so freizugeben, dass Sie mit Windows-Kennungen authentifiziert werden können. Der folgende Blog-Artikel Samba mit Active Directory erklärt beispielhaft die Einbindung von Ubuntu in ein Active Directory. Für andere Linux-Distributionen ist die Vorgehensweise in der Regel ganz ähnlich.